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Die großformatigen Porträts der Fotografin Julia Unkel zeigen Menschen dieser Stadt. Die Kaufhausinhaberin, den Kulturschaffenden, die Waldbesitzerin, den Friseur, die Politikerin, den Kioskbesitzer. Es sind Gesichter unserer Stadt, verborgene Helden, die mit Leidenschaft ihrem Beruf und ihrer Berufung nachgehen und auf diese Weise die Stadt gestalten. 

Flankiert wird diese Ausstellung mit einer Podcastreihe, in der Britta Lennardt, Kuratorin der Galerie der Produkte, die Menschen zu ihrer Stadt befragt. Wie sieht ihr Leben in Witten aus? Was beobachten sie? Was wünschen Sie sich für ihre Stadt? Der Podcast »1 aus 99.000 - Geschichten einer kleinen Großstadt« ist ab September auf allen gängigen Podcastportalen zu finden.  

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Sandra Oberste Frielinghaus erinnert sich gerne an ihre Kindheit im Muttertal. Ihre Familie ist ein seit über 400 Jahren in Witten ansässiges Adelsgeschlecht, was der Natürlichkeit und Bodenständigkeit der Tochter des Großgrundbesitzers keinen Abbruch tut. Frau Oberste Frielinghaus nimmt uns hinein in ihre Gedanken zur gemeinsamen Verantwortung für die Schönheit der Natur und deren Erhalt. 

Die eine Hälfte seines Lebens schenkt Joscha Denzel als Musiker der Band Figur Lemur. Mit der anderen ist er Kulturschaffender und Projektentwickler für die Wittener WERK°STSDT, den Wiesenviertelverein und das Innenstadtbüro Witten Mitte. Er erzählt, warum er lieber Musiker, als Veranstalter ist und welchen Wandel Kulturarbeit in dieser Stadt in der letzten Zeit erfahren hat - und was sie bewirken kann. 

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In dritter Generation ist Christine Gassmann Berger Inhaberin des Kaufhauses Gassmann - ein Ort, welcher zu Witten gehört wie kaum ein anderer. Hier findet sich auf kleinstem Raum nahezu alles für den täglichen Bedarf. Hier sind Verkäufer*innen so nah an der Kundin und dem Kunden, dass sie genau wissen, was gewünscht ist. Und das alles entspringt einer sehr besonderen Haltung, die auch der Krise stand hält. 

Hafsa Anjun floh 2018 aus Pakistan nach Deutschland, weil sie in ihrer Heimat aus religiösen Gründen verfolgt wurde.  Hier macht die studierte Zoologin nun eine Ausbildung zur Arzthelferin. Sie erzählt, wie ihr neues Leben hier aussieht und was ihr half, in Witten anzukommen. 

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Klaus Neumann ist ein Teil Wittener Stadtgeschichte. Schon bevor die WERK°STADT  Witten ihre Tore Anfang der 70er  öffnete, war er in ihrem Dunstkreis als Handwerker aktiv. Er führt die vom Großvater gegründete Schlosswerkstatt und ist als Handwerker nicht nur für die Stadt Witten und die Firma Saller- Inhaber der Großimmobilie, in der sich nun die Galerie der Produkte befindet,- tätig. Ganz nebenbei ist er noch freiwilliger Feuerwehrmann und ein regelrechter Dönekes- Jukebox für Geschichten rund um die Stadt.

Julian Gust zog als Kind mit seiner Familie nach Witten und schätzt seither die Netzwerke und Freundschaften, die ihn hier durch manche Schwierigkeit getragen haben. Mit seiner Rap Formation erzählt er Geschichten- leidenschaftlich und auf den Punkt.

Sowohl als Musiker, als auch als Erlebnispädagoge, seiner zweiten Berufstätigkeit, bringt er Menschen innerlich und äußerlich in Bewegung. 

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Petra Klein ist Leiterin der Koordinierungsstelle Stadterneuerung und Klimaschutz. "Städte verändern sich mit den Bedürfnissen der Menschen." Als gebürtige Wittenerin hat sie die Menschen im Blick und erzählt von den vielen Projekten und Planungen, mit denen die Stadtverwaltung daran arbeitet, Witten zu einer lebenswerteren Stadt zu machen.

Berufsbezeichnung: Aktivist. Kann man davon leben? Diese und andere Fragen rund um die Wandlung vom Banker zum Naturschützer beantwortet uns Patrick Schulz. Er erzählt auch, wie er in seinem Projekt "Witten bolzt" seine Liebe zum Fußball und den Schutz von Umwelt vereint. Von ihm gibt es nicht nur praktische Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil, wir philosophieren auch darüber, warum das Müllproblem weit über die Frage nach Sauberkeit hinaus geht und was an Lebenshaltung dahinter steckt.

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Ohne Abitur eine Firma gründen, eine schwere Depression überleben und dafür sorgen, dass Menschen  das tatsächliche Geschlecht in einem erkennen... Das scheint ein bisschen viel zu sein für 23 Lebensjahren, ist aber in kurzen Worten die Biographie von Nina Meijer. Witten hat sie in diesem Sommer als Heimat gewählt, weil es hier gute Menschen und gute Orte gibt und sie mit ihrer Film- und Medienproduktionsfirma "Tall Tree Media" den richtigen kreativen Nährboden findet.